01Ein Gefühl hat mehr als einen Auslöser.
Was passiert, worauf du achtest und wie du eine Situation deutest: Im Prozessmodell der Emotionen greifen diese Schritte ineinander. Die Reaktion umfasst Erleben, körperliche Veränderungen und Verhalten.
Grundlage: Nozaki & Gross, 2025 (öffnet in neuem Tab)
Stell dir vor, eine Nachricht bleibt unbeantwortet. Du bemerkst die Wartezeit und denkst vielleicht: „Ich bin nicht wichtig.“ Eine andere mögliche Deutung lautet: „Die Person ist gerade beschäftigt.“ Das ist ein erfundenes Alltagsbeispiel, keine Aussage über die tatsächliche Absicht der Person.
Frage an dich
Was ist passiert, und welche Bedeutung gebe ich dem Geschehen?
Einordnung: Das Schaubild vereinfacht ein Modell. Gedanken sind nicht die einzige Einflussgröße, und eine neue Deutung verändert Gefühle nicht garantiert sofort.
Vier verbundene Stationen: Situation, Aufmerksamkeit, Bewertung und emotionale Reaktion. Rückwirkungen sind möglich.
Wie eine Emotion entstehen kann
Vereinfachter Prozess nach Nozaki & Gross (2025)
- 01
Situation
Was passiert?
- 02
Aufmerksamkeit
Was bemerke ich?
- 03
Bewertung
Was bedeutet das?
- 04
Reaktion
Erleben, Körper, Verhalten




